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Gastbeitrag: Laila auf der Nordinsel, in Australien und in Thailand

Hi ihr drei!

Meine Erlebnisse der letzen Wochen? Ihr stellt Aufgaben… aber nichts leichter als das. Doch ich habe so viel erlebt, das ist nur ein kleiner Ausschnitt. Hoffe ihr findet was Verwendbares. Sorry, aber es war schwer, mich kurz zu fassen. Ich hab schon so viel ausgelassen. Guckt einfach mal was ihr nutzen wollt 😉 Oder seid ihr an etwas noch genauer interessiert??

Zum einen muss ich sagen, dass ich sowohl in Neuseeland als auch in Australien nur nette, freundliche und hilfsbereite Leute, die so gut wie immer gute Laune haben, kennen gelernt habe. Bei den Deutschen kommt vor allem die gute Laune häufig zu kurz, erst recht während sie arbeiten oder wie so oft gestresst sind. Das ist mir zunächst sehr positiv aufgefallen und ich hoffe, dass ich einen Teil davon mit nach Deutschland zurücknehmen kann und dass es die Menschen in meinem Umfeld ansteckt.

Erlebnisse hatte ich viele, das ist beim Reisen wahrscheinlich auch keine Seltenheit.

Nachdem ich Kaikoura verlassen habe, bin ich auf einer Farm untergekommen, die sowohl Schafe und Kühe besitzen als auch Weinanbau betreiben. Jeremie hat mich auf seiner Farm herumgefahren und mir viele interessante Dinge erzählt und gezeigt. Unteranderem war ich auch mit seiner Mutter am folgenden Tag zur Weinverkostung eingeladen, wo ich weiteres über Wein erfahren habe.

An einem wunderschönen Tag ging es weiter mit der Fähre nach Wellington, wo ich 2 Monate zuvor auf einem Schiff die Port Nicholson Regatta mit gesegelt bin.  Ich hatte Glück und konnte gleich wieder an einer Regatta mitteilnehmen. Wir belegten den 2. Platz und ich war froh endlich mal wieder auf dem Wasser gewesen zu sein.

Nach 5,5 Stunden Busfahrt war mir mehr als schlecht, aber ich war endlich in Turangi angekommen. Der folgende Tag war für mich eine kleine Herausforderung. Es ging zum Alpine Tongariro Crossing – 19,4 km – 1866m hoch – 200 Fotos geknippst – in 6,5h – Muskelkater am nächsten Tag!

Am nächsten Morgen habe ich dann eine Mitfahrgelegenheit bei zwei Israelis bekommen, mit denen ich dann zusammen eine Woche lang weitergereist bin. In Taupo haben wir zusammen den Bungysprung gemacht, ich war angespannt vor Aufregung und Angst. Doch im Gegensatz zu Kobi musste ich nicht geschuppst werden. Außerdem gibt es in Taupo einen unheimlich schönen Platz bei Nacht. Einen warmen Wasserfall, der in einen kalten Fluss mündet. Dort wo sich das Wasser zusammenmischt hat es eine perfekt Temperatur und man kann dort für mehrere Stunden einfach im Wasser liegen und die Sterne beobachten – kitschig oder?

In Rotorua stinkt’s! Aber der Geruch ist gar nicht mal so schlimm und die umliegenden Thermalquellen und Geysire sieht man so wohl nirgends nochmal. Mich hat es beeindruckt, was die Natur so alles mit sich bringt.

Meine vorletzte Woche in Neuseeland habe in Raglan verbracht. Eigentlich wollte ich wieder kiten (Anm. d. Red.: Surfen mit einem Lenkdrachen) gehen, aber leider hat der Wind nicht so mitgespielt. Stattdessen habe ich dann surfen ausprobiert, was mir auch gut gefallen hat, aber lange nicht so gut wie das Kitesurfen – zu anstrengend im zu salzigen Wasser 😉

Nach Tairua, meinem zu Hause in Neuseeland (dort habe ich 2,5 Monate gearbeiten, gelebt, gefeiert), musste ich schließlich gehen, um „Auf Wiedersehen“ zu sagen. Meine Ex-Chefin lud mich nicht nur zum Übernachten bei ihr im Gästezimmer ein, sondern auch zum Essen in dem einzigen anderen Restaurant der Stadt, an dem Tag als das „Shells“ geschlossen hatte. Außerdem verabschiedete ich mich von den Freunden, die ich während des Arbeitens dort gewonnen hatte.

In Auckland traf ich andere Reisende wieder, die ich zuvor auf meiner Tour durch Neuseeland schon getroffen hatte. Wir verbrachten schöne Tage, bis schließlich mein Flieger nach Sydney abhob.

Die Nacht in Sydney auf dem Flughafen war unbeschreiblich lang und nervig. Dennoch kam ich am nächsten Morgen fröhlich in Brisbane an. Dort hatte ich auch mehr als Glück, dass die Crew, die ich als erstes ansprach, noch jemanden suchte. Was soll ich sagen, es war mir klar, dass ich nicht ins beste Team kommen würde. Denn die würden nicht am letzten Tag noch nach Crew suchen. Doch ich war einfach nur mehr als froh wieder auf einer Melges 24 segeln zu dürfen. Außerdem nahmen mich die anderen Segler auch super auf. Da ich die einzige war, die nicht aus Australien kam, habe ich auch gleich noch ein Flasche Wein geschenkt bekommen – für die weiteste Anreise. Tagsüber wurde bei strahlendem Sonnenschein und etwas Wind bei herrlichen Temperaturen gesegelt und anschließend ging es weiter an die Bar. Eine wunderschöne Woche verging so schnell, dass ich mich auch schon bald in Sydney wiederfand.

Sightseeing war angesagt. Ich denke, ich habe so ziemlich alles mitgenommen, was es zu sehen gab. Hinzu kam auch noch ein Fallschirmsprung. Den Sprung konnte ich viel mehr genießen als den Bungy und ich denke, dass ich es auch bald wieder tun werde. Ansonsten stand auf dem Programm: Sydney Harbour Bridge, Opera Besuch (2 Komiker aus Amerika), Botanischer Garten, Art Galerie of New South Wales, Aquarium, Blue Mountains Tagestour, Manly Beach, Darling Harbour, Ferry Touren, The Rocks, Segeln in Newport, Sydney Rundtour etc. Das bester war, dass ich Segler (aus Brisbane) wiedergetroffen habe und teilweise sogar bei ihnen übernachten durfte,und sie  mir außerdem viel gezeigt haben. An meinem letzten Wochenende war ich schließlich mit Waz (Segler) und seiner Freundin Peta aus. An dem Abend gab es so die eine oder andere Flasche Wein. Am nächsten und meinem letzen Tag führten sie mich in Sydney nochmal an Plätze, die man sonst nicht so sieht – wir hatten großen Spaß.

Meine Reise ging weiter über Bangkok nach Udon Thani. Dort hat mich ein alter schwedischer Freund mit seiner neuen viel jüngeren thailändischen Freundin abgeholt und bei sich aufgenommen. Mir wurde eine ganz neue Kultur und Lebensweise vorgelebt, mit der ich wohl nicht so viel gemein habe.

Von den Krawallen in Bangkok bekam man dennoch in Udon Thani nicht viel mit, außer durchs Fernsehen und das meine Flüge verschoben wurden (letztendlich aber zu meinen Gunsten).

Nach 3 Tagen saß ich wieder im Flieger nach Phuket, doch für die ersten Tage buchte ich mich in der Stadt ein. Es wurde so gut wie kein Englisch gesprochen, jeder gaffte mich komisch an, das Zimmer schimmelte und es gab keine Klimaanlage. Ich war froh als ich heute endlich nach Patong Beach kam. Hier ist die Touismushochburg und für diesen Tag fand ich es einfach nur gut so, endlich wieder unter Menschen zu sein, die mich verstehen. Insgesamt finde ich bis jetzt, dass Thailand schmutzig, laut und dreckig ist. Mofas gibt es hier wohl mehr als Einwohner, Taxis bekommt man mehr als 20 pro Minute aufgedrängt. Doch es ist auch trotz des schlechten Euros immer noch billig (Essen im Restaurant 1€, Dormbett im Hostel 5€ pro Nacht).

Ich genieße noch ein bischen die Sonne, hoffe, dass es nicht so schnell anfängt zu Regnen und dass ich eventuell noch mal zum Kiten komme.

Liebe Grüße aus Thailand!

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